Gemeinde Zu den heiligen Schutzengeln Krefeld-Oppum
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FriesSchutzengel

 

10. OKKF im Blickpunkt der Presse

Krönender Abschluss des Kleinkunstfestvals Oppum

Die Laienkünstler brachten so viel Talent auf die Bühne, dass sich manch ein Comedy-Profi eine gute Scheibe davon abschneiden können.

 Von Mojo Mendiola

Hätte man im August 1998, beim zweiten Oppumer Kleinkunstfestival, nicht frech bei 30 Grad im Schatten schon Weihnachten gefeiert und Glühwein ausgeschenkt, dann hätte man vielleicht an diesem Sonntag keine Decken gebraucht. Zum zehnjährigen Bestehen, so schien es, hatte sich das Wetter den Scherz von einst aufs Korn genommen, doch die Oppumer Laien-Kleinkünstler ließen sich nicht ver- drießen. Im ausverkauften Theaterzelt im Pfarrgarten der Schutzengelkirche trieben sie auch selbst wieder Schabernack nach Herzenslust.

Eine orientalische Musik stimmte ein auf die bunte Sketch-Abfolge mit dem Titel "Zukunft war gestern", und dann schaute man zurück auf die Anfänge des Kleinkunstfestivals, als die gewagten Pläne der Macher noch Zukunft waren. Ein neuer, aber eher verschlafener Gemeinde- referent wachte da mitten auf der Bühne in einem Feldbett auf und wurde erst mal von einer großen Ameise, dem guten Geist des Festivals, darüber aufgeklärt, auf was für einem Pflaster er in Oppum gelandet war. Dieses geheimnisvolle Territorium südlich der Eisenbahnlinie erkundeten auch zwei Forschungsreisende, die in ferner Zukunft unterwegs waren mit einem Reiseführer, der aus der Jetzt-Zeit stammte. 111 bemerkenswerte Punkte am Niederrhein wurden darin beschrieben, die man in seinem Leben unbedingt besucht haben sollte, und 90 dieser archäologischen Preziosen lagen in Oppum.

Der altehrwürdige Erlkönig kam runderneuert als Dialog zwischen einem Vater in Elternzeit und dem Baby auf die Bühne und endete mit der Doppelzeile: " ... und ruft nachts mein Sohn, dann stell ich mich tot." Eine kleptomanische Chansonnette mit wohlkingendem Sopran gestand, dass sie ihre Beute nach der Tat immer wegwerfe und erklärte im nächsten Lied mit Georg Kreisler: "Die Liebe ist die Krise einer Drüse." Auch ein rein männlicher A-cappella-Chor in kurzen Hosen mit Kreissägen-Hüten und Sonnenbrillen wusste zu begeistern - mit "Surfen auf'm Baggersee", frei nach den Beach Boys.

Insgesamt brachten die Laienkünstler soviel Talent und Niveau auf die Bühne, dass sich manch ein Comedy-Profi eine gute Scheibe davon hätte abschneiden können. Und die herzlichsten Lacher ernte- ten immer wieder die beiden Forscher, zum Beispiel als sie die Zuschauer erst zum Posieren für Erinnerungsfotos animierten und dann aus dem Reiseführer vorlasen, dass die Oppumer ein merkwürdiges Publikum gewesen seien. Die hätten alles gemacht, was man ihnen gesagt hätte - ein gelungener Abschluss für das zehnte Kleinkunstfestival der Pfarrei St. Augustinus.

Vier Tage dauerte das 10. Kleinkunst-festival. Los ging's am Donnerstag mit "Bands and Friends", dem Abend für frische Jugend-Bands. Der Freitag bot eine etwas andere Casting Show unter dem Titel .Voice of next top Dschungel - OSDS". ~,Die Seefahrt nach Rio", ein Kinder-Musical, und Agatha Christies "Und dann gab's keines mehr" sorgten am Samstag für gute Laune. 

Quelle: RP

 

 

 

 


Von Heinz Woesten

Veröffentlicht am 22.08.2014

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